Bombardiere die Lieblingsstadt deiner Wahl mit der NUKEMAP

Welche Auswirkung hätte die „Little Boy“-Hiroshima Bombe auf deine Geburtsstadt? Oder die „Fat Man“-, „Ivy King“- oder „Dong Feng 4“-Bombe? Wieviele Menschen würde sterben, wieviele verletzt werden? Welche Fläche würde durch einen radioaktiven Niederschlag unbewohnbar werden?

Auf der NUKEMAP des Historikers Alex Wellerstein kannst du die Auswirkungen erforschen. In seinem Blog-Post vom Februar 2017 schreibt er, dass die NUKEMAP bereits 99 Millionen virtuelle Detonationen verzeichnet hat.

Screenshot der NUKEMAP

Episode 107b/2017: Straubinger Demotapes

As requested: Hier ein Foto von Demotapes Straubinger Bands, die ich auf die Schnelle gefunden habe.

Von links oben nach rechts unten, Zeile für Zeile:

  1. NOTAUSGANG, die sich Jahre später in NOT A. U.S. GANG umbenannt haben, Genre: Punk. Aktuell ist ein Teil der ehemaligen Dudes zuzüglich gutaussehendem Schlagzeuger in der Band DEFY ORDER zu hören.
  2. JIMJAMS (oder so), Oktober 1990. Genre: Keine Ahnung, hab keinen Kassettenrecorder mehr.
  3. Tante Wanda, Genre: Deutsch-Dings. Hatten damals schon echte Berufe und brachten daher (neben guter Musik) auch mehr Tapes und die ein oder andere Schallplatte oder CD raus.
  4. Truthedyken (die Aufnahme ist leider ohne das gutaussehende Ausnahmetalent am E-Bass, Bernd E., aufgenommen worden und musste ohne dessen druckvolles, präzises Spiel auskommen), Genre: Experimentieller Gute-Laune-Rock.
  5. METAL AXE, Depressive Vision (musikalisch ihrer Zeit voraus), Genre: Technischer Metal.
  6. HIS MASTERS VOICE, Genre: Punk(ig)/Hardcore
  7. COMMERCIAL TRASH, Genre: Punk(ig)
  8. FEEDBACK (oder so), Genre: Keine Ahnung, hab keinen Kassettenrecorder mehr

Bei den Tapes, die mit „Genre: Keine Ahnung, hab keinen Kassettenrecorder mehr“ ausgezeichnet wurden, hab ich noch eine prinzipielle Genre-Vermutung – aber mangels schon seinerzeitigem Nicht-Gefallen (sorry) einfach keine echte Erinnerung mehr.

Ein paar Tapes fehlen noch, die liegen entweder irgendwo ganz versteckt oder jemand hat sie sich vor vielen, vielen Jahren „nur mal kurz ausgeliehen und ich bring sie ganz bestimmt nächste Woche wieder zurück“. Auf anderen sind nur irgendwelche Bandprobenmitschnitte oder Live-Fragmente von lokalen Größen wie Vanguard etc. pp.

Enjoy the memories.

Episode 107/2017: Dokumentenmanagement

Die letzten Tage genutzt und einige Stunden mit Recherche für ein halbwegs brauchbares Dokumentenmanagementsystem zugebracht, denn:

Irgendwann ist die Strategie für Papierdokumente mit unterschiedlichen Aufbewahrungspflichten ziemlich optimiert und ausgereizt; danach wünscht man sich dann bald weitergehende Vorteile eines digitalen Systems. Vorteile, die gleichzeitig einem Teil meiner Anforderungen entsprechen:

  • Texterkennung (OCR) bei gescannten oder abfotografierten Dokumenten bzw. Fotos
  • gute Ordnungs- und Klassifizierungsmöglichkeiten (Gruppen, Kategorien, Tags, Dokumententypen, Labels)
  • gute Import- und Exportmöglichkeiten
  • Volltextsuche mit Gewichtung
  • Intelligente Gruppen basierend auf Regeln
  • Dokumente bearbeiten vereinen können (z.B. Bilder rotieren, Texterkennung, danach in durchsuchbares PDF umwandeln)
  • Synchronisierung auf alle im Einsatz befindlichen Computer

Von den verschiedenen Tools, die ich mir angesehen habe, stach für einfachere Anwendungsfälle „Paperless“ heraus, das es in der aktuellen Version für ca. 40 Euro im AppStore gibt. Es wirkt minimalistisch, aber durchdacht. Es könnte sich tatsächlich für viele einfachere Anwendungsfälle eignen, wenn einfach nur eine gewisse Grundordnung ins Chaos zu bringen das oberste Ziel ist. Was mich beeindruckt hat war die Report-Funktion, die überraschend die Gesamtsumme der Bruttowerte von einem Haufen Rechnungen aus dem Jahr 2016 fehlerfrei berechnet hat. Auch für Adhoc-Notizen bietet es entsprechende Funktionen an.

Aktuell tendiere ich aber zu einer Lösung von DEVONthink. Die oben genannten Anforderungen deckt es alle ab. Die Software wirbt auch mit eingebauter künstlicher Intelligenz, vermutlich ein aufgebohrter Klassifizierungs-Algorithmus (Hust, Update 23:09 Uhr: Little did I know), der z.B. zur Autoklassifizierung bei einem (Massen-)Dokumentenimport benutzt werden kann; oder zum Entdecken von Querverbindungen zwischen Dokumenten, die sich aus den Textkorpi ergeben („Siehe auch“-Funktion nach Relevanz). Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Varianten der Software mit aufsteigendem Preis nach Leistungsumfang, von ca. 47 Euro bis 142 Euro. Es lassen sich auch RSS-Feeds, E-Mails, Textfragmente oder Websites archivieren, dafür stehen diverse Plugins für Webbrowser oder Apple-Scripts zur Automatisierung  zur Verfügung. PDF-Dokumente lassen sich mit Anmerkungen versehen oder deren Schlüsselwörter nach Frequenz, Länge und Gewicht anzeigen. Die teuerste („Office-„)Variante hat die bekannte Engine von ABBYY FineReader zur Texterkennung integriert und kann den Zugriff auf die Datenbank(en) über einen Webserver bereitstellen – interessant für die Arbeit im Team und sei es nur zu Recherchezwecken.

Was bei mir beiden Produkten noch aufgefallen ist: Sieht so aus, als würde schon seit längerem (Mitte 2016) an jeweils einem neuen Major-Release gearbeitet. Wer also ein Händchen dafür hat (hust), Software stets 3 Tage vor dem neuen Release zu kaufen, sei gewarnt.

Mal sehen, was die nächsten Tage des Testzeitraums an neuen Erkenntnissen liefern.

Episode 104/2016: Koalition will Deep Packet Inspection und Netzsperren

Hier geht es zum Artikel auf heise.de:

In einer Nacht- und Nebelaktion haben die Regierungsfraktionen ohne öffentliche Debatte den Weg freigemacht für eine umfangreiche Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG), mit dem Provider künftig bei auftretenden Netzstörungen eine abgespeckte Variante der umstrittenen „Internet-Nacktscanner“ in Stellung bringen und damit eine „Deep Packet Inspection light“ (DPI) durchführen dürften.

Hier ein Auszug von Wikipedia zur Deep Packet Inspection:

DPI wird derzeit meist in Enterprise-Anwendungen bei Providern, oft im Auftrag von Regierungen, in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen eingesetzt. Es ermöglicht eine erhebliche Absicherung des Informationsflusses, wird aber auch zur Vorratsdatenspeicherung, zum Abhören und Sammeln von Informationen und zur Zensur im Internet eingesetzt. Kritiker befürchten auch, dass die DPI-Technik in Zukunft dahingehend genutzt werden könnte, die Netzneutralität des Internets einzuschränken.

Kein weiterer Text.