Tag 124/2016: Ansible auf Maschinen mit Ubuntu 16.04

Ansible benötigt Python 2.x. Bei neueren OS wie Ubuntu 16.04 ist aber Python 3.x per Default installiert.

Sagt Ubuntu:

Python2 is not installed anymore by default on the server, cloud and the touch images, long live Python3! Python3 itself has been upgraded to the 3.5 series.

Die Lösung liegt darin, vor dem eigentlichen Lauf des Playbooks ein adhoc-Kommando abzusetzen, das die benötigten Pakete für den Ansible-Lauf installiert:

ansible myhost --sudo -m raw -a "apt-get install python2.7 python-simplejson"

Hat man ein größeres Inventar (z.B. in Datei „my_inventory“), kann man diese Aktion natürlich auch für alle Server einer Gruppe machen, nennen wir diese z.B. „cluster“:

ansible -i my_inventory cluster -m raw -a "apt-get install python2.7 python-simplejson"

Die Core-Module von Ansible sollten damit dann laufen. Die eigenen Rollen bzw. Tasks müssen aber ggf. noch an das neue Betriebssystem-Release angepasst werden, d.h. mit ein paar „when“-Konditionen kann man die notwendigen Abweichungen konfigurieren:

- name: Do something specific on 16.04 machine
  ... Modul/Kommando ...
  when:
    (ansible_distribution == 'Ubuntu' and ansible_distribution_release == 'xenial')

Das Distribution-Release lässt sich auf der Konsole mit „lsb_release -a“ herausfinden (Ubuntu 16.04 „Xenial Xerus“, englisch für gastfreundliches Borstenhörnchen). ansible_distribution und ansible_distribution_release sind Variablen, die Ansible je Host zu Beginn im SETUP-Task setzt.

Oder gleich mehrere Tasks in einer Datei ausgelagert, indem die Abfrage mit dem include-Statement kombiniert wird:

- include: setup-Ubuntu1604.yml
  when:
    (ansible_distribution == 'Ubuntu' and ansible_distribution_release == 'xenial')

Finde ich stabiler, als den Namen der Include-Datei gleich aus den Variablen interpolieren zu lassen.

Tag 123/2016: Zeiten, Limits, Grenzen

Ted Mosby, Architekt, sagte einmal:

Nach 2 Uhr nachts passiert nichts Gutes.

Als wir in der Altstadt wohnten, gab es die Regel: Wenn du mit dem Auto 30 Minuten einen Parkplatz gesucht hast, musst du sofort die Suche einstellen, ins Parkhaus fahren und die teure Nachtgebühr bezahlen. Wenn nicht, kann die Suche auch 2-3 Stunden dauern. Und am Ende trotzdem im Parkhaus enden.

Beim Programmieren kristallisierte sich die letzten Jahre die goldene Stunde heraus: Wenn eine Aufgabe nicht innerhalb von einer Stunde lösbar ist, pfeif dir eins, denn an diesem Tag wirst du an nichts anderem mehr arbeiten.

Es kann helfen, die Aufgabe dann diametral anzugehen. Heute habe ich 2,5 Stunden versucht, aus einem PPA (Personal Paket Archive) eine neuere Paket-Version als die mitgelieferte des Betriebssystems zu installieren. Führte zu massig Folgefehlern. Hingegen dauerte es ungefähr genauso lange, gleich den ganzen Rechner mit Ansible und hunderten Klein-Konfigurationen auf das aktuelle Betriebssystem-Release zu hieven.

Good night and good luck, Dampfhammer.

 

Tag 122/2016: Roter-Clown-Nasen-Nachschub

Es gibt so Dinge, bei denen der stationäre Handel dem Versandhandel weit überlegen ist. Gerade wollte ich rote Clown-Nasen online ordern, aber die Kommentare und Bewertungen sind wie so oft nur die beiden Extreme „tut was es soll“ und „absolute Frechheit“. Sehr hilfreich.

Vor allem der chemische Geruch macht den Käufern zu schaffen. „Wir haben deshalb Parfüm reingesprüht“, schreibt jemand, in die Clown-Nase, naja, ist das eine Lösung?

Bleibt also nur, die aktuelle Kollektion im Clown-Laden vor Ort durchzuprobieren und zu hoffen, dass vor mir keiner Schnupfen hatte.

Tag 121/2016: Weg mit dem Fernseher

Heute den Fernseher abmontiert. Das Gefühl dabei:

Wehmut bezeichnet ein Gefühl zarter Traurigkeit, hervorgerufen durch Erinnerung an Vergangenes.

Nicht wegen der Lagerfeuer-Romantik, die gerne beschworen wird; nicht, weil der Verlust des qualitativ so hochwertigen Programms eine Lücke in mein Leben reissen wird, nein.

Sondern weil ich vor vielen Jahren ein SCART-auf-HDMI-Kabel gekauft hatte, um über ein paar Umwege einen C64 daran anschließen zu können. Das kam während des Abwrackens wieder zum Vorschein.

Tag 120/2016: Ähnlichkeiten zu Slack sind rein zufällig

Slack („a messaging app for teams“) hat/haben ja gerade einen Lauf. Immer mehr Teams nutzen es, um ihre Kommunikation im Web, auf dem Desktop und Mobil zu erschlagen; darunter einige bekannte Namen.

Wer etwas mehr Kontrolle über seine Daten will, sollte sich Mattermost ansehen. Die betriebssystemübergreifende Desktop-App ist auch mit Electron verpackt, es gibt auch eine Smartphone-App und auch eine Webanwendung (3 x „auch“). Die Clients sehen sich sehr ähnlich.

Die Kontrolle über seine Daten erkauft man sich aber mit der Arbeit, selber alles zu installieren, abzusichern und aktuell zu halten. Wer das kann, für den ist es sicherlich eine interessante Alternative.

Tag 119/2016: Der April macht was er will

Das Gebäude der TechBase Regensburg besteht aus Fenstern, um die herum man ein bisschen Stützwerk gebaut hat. Daher gibt es immer einen perfekten Blick auf das Wolkenwerk im April.

Die beiden Bilder sind von dieser Woche, nicht von heute – wolkenmäßig ist aber immer was los. Eigentlich habe ich schon länger eine Zeitrafferaufnahme geplant, mal sehen.

Die Atompilzwolke ist vom Montag dieser Woche – vermutlich sind da gerade ein paar Leute in der Altstadt gut nass geworden:

Blick aus dem Gebäude der TechBase Regensburg im April. Man sieht immer imposante Wolken.

Tag 118/2016: Der Dude mit dem tragbaren Bluetooth Lautsprecher

Heute an der Bushaltestelle: Ich sitze alleine auf der Bank und warte, höre etwas entfernt wummernde Bässe und Musik, langsam näherkommend.

Schließlich: Ein Dude, schwarz gekleidet mit Käppi, trägt auf seinen Schultern einen etwas zu großen tragbaren Bluetooth Lautsprecher und geht die Straße entlang.

Respekt. Beinahe Nebensache, dass es wirkte wie eine Szene aus Das Leben des Brian („Jeder nur ein Kreuz“). Da geht er so alleine durch die Straßen und wumm-wumm-wumm-takk-takk-takk-wumm-takk-wumm-takk-tsch-tsch-tsch-wumm-tsch-wumm-tsch’t sich eins.

Ich fragte mich: Wo er wohl herkommt? Wo er wohl hingeht? Trifft er sich mit anderen Bluetooth-Lautsprecher-Trägern? Hat es was mit dem Gewerkschafts-Streik zu tun? Ist es so eine Art Selbstbewusstseins-Übungsaufgabe? Will er einen Trend etablieren?

Vielleicht seh ich ihn mal wieder, dann frag ich ihn.

Tag 117/2016: Schneller Dateien kopieren mit rsync unter El Capitan

Beim Kopieren großer Datenmengen fordert das kleine Fenster mit der Meldung „Kopieren vorbereiten“ schon einiges an Geduld. Selber schuld, wenn man in der GUI mit der Maus Ordner hin- und herschiebt. Irgendwann, bei Datei 183.339 habe ich es abgebrochen. Es gibt ja rsync.

Im Terminal dann die Ernüchterung:

rsync --version
rsync version 2.6.9 protocol version 29

Buh, 2.x. Das äußert sich nämlich so:

rsync -avh --progress ~/Backups/* /Volumes/backups/
building filelist...

building filelist…“ ist auch nur „Kopieren vorbereiten“.  Die Optimierung ist möglich via homebrew:

brew tap homebrew/dupes
brew install rsync

Homebrew/dupes führt die Pakete (Formeln) für Systemduplikate, also z.B. eine neuere Version von rsync. „tap“ erlaubt brew den Zugriff auf das Repository mit den Formeln.

Danach (ggf. ein neues Terminal starten):

rsync --version
rsync version 3.1.2 protocol version 31

Gut so. Jetzt sollte bei der Ausführung des Befehls der Hinweis: „sending incremental filelist…“ kommen und der Kopiervorgang nahezu sofort starten.

Tag 116/2016: Akkus

Akkus (Plural), nicht zu verwechseln mit Akkuş (Singular), sind wiederaufladbare Speicher für elektrische Energie auf elektrochemischer Basis.

So sehr ich mittlerweile wieder die Lust am Aufmotzen alter Hardware entdeckt habe („Schau mal, wie schnell der Laptop mit Windows XP ist!“), stellt sich doch der Akku oft als die kleine Spaßbremse heraus. Wer hat schon ehrlicherweise ein alljährliches Akkupflegeritual in seinem Kalender fest verankert? Da passiert es also gerne mal, dass sich die Dinger selbstentladen, weil sie ein paar Wochen (oder Monate) zu lang vom Strom getrennt waren. Mit BIOS-Knopfzellenbatterien hatte ich dafür noch nie Probleme, toi toi toi (ja, auch für „toi toi toi“ gibt es einen Wikipedia-Artikel).

Ok, Schicksal, Ruf vernommen: Du willst, dass ich eine akkutypspezifische Checkliste entwerfe.

Tag 115/2016: The Far Side Memories

Hin und wieder lässt man in seinem Haushalt ja Keramik oder Porzellan los, es zerschellt und man lernt, es loszulassen.

Manche Keramik- oder Porzellan-Gegenstände erlebten dagegen bereits Kriege, die Mondlandung, die Deutsche Wiedervereinigung und das Ende der 6. Staffel der Serie LOST, weshalb sie nur noch museal genutzt werden, also mit den Augen.

Von zwei Tassen hoffe ich, dass sie ebenfalls mehrere Dezennii durchhalten, ca. 26 Jahre tun sie es bereits. Auf der Außenseite der Tassen ist jeweils ein Werk des großen Künstlers Gary Larson angebracht, von dessen Hauptwerk The Far Side. Ein fantastischer Humor, der mich und meine Freunde F. und C. am Ende unserer gemeinsamen Schulzeit sofort ansteckte.

F., du edler Tassenspender: Wenn du das liest, melde dich doch mal wieder. Eine Tasse ist immer für dich reserviert!