Tag 238/2016: Sorgenfrei in die Zukunft!

Neuerdings gibt es in der TechBase Regensburg im Eingangsbereich eine Flyer- bzw. Broschüren-Leiste. Dort sind allerlei Verbraucherinformationen gebündelt. Noch sind nicht alle Slots belegt, so ist mir beim Stöbern schnell ein Dokument aufgefallen:

Sorgenfrei in die Zukunft!

Ja! Wer will das nicht? Was ist die Lösung?

Stressfrei mehrseitige Dokumente mit LaTeX erstellen

Oh, Schade… Diese Antwort auf die sorgenfreie-Zukunfts-Frage kannte ich leider schon. Bei LaTex ([ˈlaːtɛç] oder [ˈlaːtɛχ]) handelt es sich nicht um eine Polymerdispersion, Naturkautschuk, Gummi oder eine Kleidung, es ist ein das Textsatzsystem TeX von Algorithmen-Großmeister Donalt E. Knuth vereinfachendes Softwarepaket.

Auch im Jahr 2016 sind mehrseitige Dokumente mit Fußnoten, Querverweisen und exakten Platzierungen für 99,99% der Menscheit immer noch ein ungelöstes Problem. Insofern muss der Kurs, den der Flyer bewirbt, raus aus der Nische, rein in den Mainstream.

Tag 236/2016: Geschichte des Preppens

Ob die Prepper-Szene über die aktuellen Tipps zum Zivilschutz, die medial gerade thematisiert werden, eher lacht oder weint?

Manche offiziellen Vorratsrechner orientieren sich ja sogar an Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung… Heraus kommt dann natürlich „ausgewogene Ernährung“, als ob man beim Bevorraten keine anderen Sorgen hat als 14 Tage optimale Vitamin-Mineralstoff-Ballaststoff-Vollversorgung.

Die wirklich konkreten Tipps, z.B. wie koche ich das mittlerweile nach dem Stromausfall matschige TK-Zeug eigentlich oder wo erledigen alle im Hochhaus die Egestion, wenn das Wasser nicht mehr fliest – die findet man eher nicht. Dafür endlos Kalorienangaben und dass Eier nicht solange haltbar sind.

Einfach ist es, mit ein paar Fettreserven vorzusorgen.

Tag 235/2016: Under attack

Diesmal hat es den Provider uberspace erwischt: Es findet aktuell ein DDoS-Angriff auf deren Netzbereich bzw. Server statt. Auch mein Blog ist hier gehostet.

Genaue Details verrät Jonas in diesem Blog-Post. Von bis zu 24-GBit/s ist die Rede – uff! Eine Menge, die man als kleinerer Provider nicht einfach so wegstecken kann. Es braucht nämlich nicht nur geeignete Hardware zur Filterung von gutem und bösem Traffic, die entsprechend teuer ist. Es ist schlicht eine Sache der Leitungskapazität. Ist die Infrastruktur verstopft, alle Router, Switches, Netzkarten etc. überlastet, geht einfach nichts mehr.

Ich wünsche den Jungs geduldige Kunden und dass der Spuk ASAP aufhört!

Tag 233/2016: Walnüsse

Sagt Wikipedia:

Die Pflanzen sind monözisch. Die männlichen Kätzchen stehen einzeln seitenständig an vorjährigem Holz. Sie stehen in den Achseln von Blattnarben, sind ungestielt und hängend. Die unreifen, nackten Kätzchen erscheinen im Spätsommer in den Blattachseln und überwintern als kleine, knospenartige Strukturen.

Direkte Links zu monözisch und Kätzchen.

Wieder was gelernt.

Tag 232/2016: Ambition ist der Feind des Erfolgs

Ambition ist der Feind des Erfolgs. Diese Lebensweisheit findet sich auf vielen T-Shirts (rekursiv abgesichert durch „All true wisdom is printed on T-Shirts“) und wurde zuletzt bekannt durch den großen Philosophen Barney Stinson.

Es kann sehr interessant sein, Projekte im Nachhinein unter diesem Gesichtspunkt zu betrachten. Könnte man daraus ein Messgerät bauen, würde es erschreckend oft piepen oder voll ausschlagen. Es geht dabei gar nicht so sehr um Ziele, die zu hoch gesteckt werden. Vielmehr sind oft schon die einzelnen Schritte dorthin das Problem, weil Perfektionismus und fehlender Mut zur Priorisierung die eigentlichen Schwierigkeiten machen.

Tag 231/2016: Coaching

Wenn man auf eine Legende trifft, dann sollte man die Chance nutzen, die Legende um ein Coaching zu bitten. Das hab ich diese Woche getan, als ich eine Tischtennislegende kennengelernt habe, die sich zufällig im gleichen Hotel aufhielt. Man muss nur reden – mehr als ein Nein kann ja nicht dabei rauskommen.

Zu meiner großen Überraschung und Freude kam es dann zu einem einstündigen Einzelcoaching und einem kurzen Spaß-Match. Genial.

Danke, B.!

Tag 229/2016: Ok, Heroes Reborn

Sehr verständlich, warum Heroes Reborn als Fortführung der ursprünglichen Heroes-Serie nicht mehr funktioniert hat: Es reicht nicht, dass Tim Kring weiß, wie man Geschichten erzählt – die Figuren bekommen einfach keinerlei Tiefgang mehr, keinen glaubhaften inneren Konflikt.

Alles ist ein einziges Zitat für die Fans der originären Heroes-Serie. Voll und ganz nur noch akzeptabel für Anhänger des Mystery-Genres oder Comic-Adaptionen unter der Annahme, dass Glaubwürdigkeit für die besonderen Fähigkeiten der handelnden Personen gar nicht mehr hergestellt werden muss. Fähigkeiten verschmelzen aufdringlich mühelos zwischen analoger und digitaler Welt (Miko Otomo/Kiki Sukezane oder Micah Sanders/Noah Gray-Cabey) und trotz des Füllhörns aus „Evolvierten“ gibt es zum Nachteil für die Spannung doch keinen Oberbösewicht, wie ihn noch Sylar (Zachary Quinto) verkörpert hat. Primatech als Firma kann einfach so verkauft werden, als handelte es sich um ein gewöhnliches Unternehmen. Auch egal, die Liste der komischen Entscheidungen und Abkürzungen a’la Dampfhammer im Script ist lang.

Am Ende gibt es noch einen kleinen Erklärbär in Form von Henry Zebrowski, damit wir die Message hinter „Heroes“ auch verstehen; dann den obligatorischen Cliffhanger, den Angela Petrelli gewohnt allwissend auflösen darf.

Naja.