Tag 44/2016: Ein Bild nutzt nichts, wenn Du es nicht finden kannst

Schade. Mit Picasa beerdigt Google ein offline nutzbares Produkt, in das Menschen Abermillionen Stunden Zeit investiert haben, ihre Fotos zu organisieren und durchsuchbar zu machen.

Die Alternative soll mit https://photos.google.com/ eine Anwendung nur in der Cloud sein. Eine Friss-Vogel-oder-stirb-Alternative.

In diesem Zusammenhang sei auf einen TEDx-Talk des Photographen Kevin Gilbert verwiesen, der unsere Generation, die mit all den tollen Kameras und Gadgets unglaubliche digitale Mengen an Gedächtnis und Vermächtnis anhäuft, als die verlorene Generation bezeichnet.

Denn: Es ist eine große Herausforderung, über all die Geräte hinweg, über Jahre und Jahrzehnte, diese digitalen Erinnerungen und Geschichten zu bewahren, auffindbar und durchsuchbar zu halten.

Screenshot from Google Picasa Blog
Mitteilung von Google zu Picasa im offiziellen Picasa Blog (Screenshot)

2 Gedanken zu „Tag 44/2016: Ein Bild nutzt nichts, wenn Du es nicht finden kannst“

  1. Dem heutigen User ist es in einer vom im Umbruch befindlichen digitalen Welt kaum noch möglich eine Konstante zu finden, die einem stundenlange Arbeit erdparen würde.
    Wir sind nur noch damit beschäftigt von einer Art Musik und Bilder zu verwalten auf die nächste zu migrieren.
    Dunkle Wolken am Horizont…

    1. Leider wahr. Jedes Ding fordert neue Aufmerksamkeit, neue Zeit, führt in neue Abhängigkeiten („Hab ich x aufgeladen?“, „Ist der neue Patch schon drauf?“, „Hab ich die Verschlüsselung aktiviert?“, „Backups?“, „Rechtemanagement?“, „Zahlungsdaten?“, …). Von der Pseudowichtigkeit, die die Dinge oft beanspruchen ganz abgesehen.

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