Tag 185/2016: Bücher und Kommentare

Auf diversen Websites werden Bücher besprochen. In der einfachsten Art und Weise in Form von Kurzkommentaren im Online-Shop.

Normalerweise ignoriere ich die Kommentare, weil sie zu oft

  • nur elaborierte Zusammenfassungen des Klappentextes sind (eine Fleißaufgabe)
  • so austauschbar formuliert sind, dass nicht erkenntlich ist, ob der/diejenige das Buch überhaupt gelesen hat und es sich um einen Akt von Buchmaschinenoptimierung (BEO, von „Book Engine Optimization“) handelt
  • der Sache nicht dienliche Argumente einbringen („musste fünf Tage auf meine Bestellung warten, daher null Punkte“)
  • eine ganz bestimmte Befindlichkeit des Kommentierenden zum Elefanten aufblasen

Trotzdem hab ich die letzten Tage zwei Mal ein Buch erfolgreich nicht gekauft, weil ich unter völliger Ausblendung vergebener Bewertungspunkte nur diejenigen Kommentare gelesen habe (die anderen so weit notwendig nur überflogen), die

  • länger waren als der Durchschnitt
  • Aufzählungslisten enthielten
  • Zitate und/oder sonstige Satzfragmente aufgegriffen und kommentiert oder kritisiert haben
  • eigene Schlussfolgerungen oder Handlungsaufforderungen hatten

Etwas hemdsärmelig, aber in beiden Fällen ergab sich ein gefühlt sehr stimmiges Bild für eine Einschätzung über den Inhalt.

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