Tag 35/2016: Der Supermarkt und der Süßstoff

Vor etwas mehr als sechs Jahren kaufte ich in einem Regensburger Supermarkt einen Flüssigsüßstoff. Keine Ahnung, wofür ich den benötigte. Jedenfalls war ich wieder in diesem Eck, den – inhabergeführten – Supermarkt gibt es noch. Und faszinierenderweise stehen die Süßstoffe immer noch an der gleichen Stelle. Und die Getränkeflaschen. Und das Obst und Gemüse. Und überhaupt alles. Exakt so. Zur Tür raus, „Freeze! Don’t move!“, sechs Jahre warten, zur Tür wieder rein. Es gibt auch noch die kombinierte Backwaren- und Wursttheke. Hinter der stehen zwei Frauen reifen Alters, die mit typisch charmant-bayerischer Art die Schüler eines umliegenden Gymnasiums mit verbalen Peitschenhieben einnorden, wenn diese ihre individuellen Wurstsemmelbestellungen aufgeben. Der Weg zur Kasse ist eng, gesäumt von ca. 7 Metern mit 300 verschiedenen kohlenhydrathaltigen Riegeln und Tafeln und Tüten. Die Kasse ist eigentlich nur so eine Art Stuhl mit einer ca. 20cm „langen“ Ablagefläche. Der Chef kassiert selbst.

Gelebte Tradition, Verlässlichkeit, Beständigkeit. Wie eine Homepage mit Verdana, #ffffcc-Farbanteil und einem Link zu Altavista.

Wir sehen uns in sechs Jahren!

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